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Bike-Fit


Biomechanische Hintergründe - Bewegungsapparat

Eines ist unsere ganz klare Devise, die (theoretisch) beste Position mit der besten Kraftübertragung oder dem geringsten Luftwiderstand nutzt nichts wenn der Sportler körperlich nicht in der Lage ist sie zu fahren, daher ist das individuell mögliche Optimum das Ziel. Dieses kann von den körperlichen Voraussetzungen bei einem Sportler natürlich etwas eingeschränkt sein im Vergleich zu anderen Sportlern, aber besser man macht das Beste aus seinen Möglichkeiten als mit der Kopie eine Profiposition langsamer zu sein.

Neben grundlegenden Messungen der körperlichen Maße, wie z. B. Innenbeinlänge, Schulterbreite, Oberkörperlänge und weiteren prüfen wir Grundlagen der körperlichen Voraussetzungen ab.
Dazu gehört eine Kontrolle von Beinlängendifferenzen ebenso wie verschiedene Tests um die individuelle Beweglichkeit zu ermitteln.

Auch eine Untersuchung des Rades hilft uns weiter, bestimmte Abnutzungsspuren an Sattel oder den Pedalen deuten unmissverständlich auf bestimmte Probleme hin.

Beginnen tut dann alles von unten nach oben, also dem Kontakt Mensch zu Rad, was meint Füße, Schuhe und Pedalsystem, dann arbeiten wir uns die Beine nach oben entlang.

Eines ist doch klar, nahezu kein Sportler würde heutzutage Laufschuhe kaufen um ein Beispiel aus einer anderen Sportart zu nennen ohne sich vorab entsprechend beraten zu lassen, dies ist sozusagen selbstverständlich, oder?! Wenn man jetzt überlegt, welche sich andauernd wiederholenden Lasten beim Radfahren auftreten können, so ist es nur folgerichtig das auch dort entsprechende Probleme die Folge sein können. Vom Kraftverlust ganz zu schweigen.

Die folgenden Abbildungen (Quelle: www.bikefit.com) zeigen dies anschaulich:

ForefootValgus.JPG


Durch eine Fehlstellung, die ähnlich wie beim Laufen zuerst vom Sprunggelenk ausgehen kann, arbeitet die ganze Beinachse nicht mehr optimal, die Knie rotieren aus- und einwärts. Dies seht ihr hier noch einmal erläutert (Quelle: www.bikefit.com).

WhyWedge


Kraftverlust, einseitige Belastungen und Verschleiß, unter Umständen Schmerzen und ggf. (dauerhafte) Verletzungen können die Folge sein. Weitere Infos in Englisch hier.

Eine Beispielrechnung: Du fährst 100km in 3h 20min mit einer Frequenz von 90 U/min, dabei weichen deine Knie nach innen und außen je maximal 1,5cm von einer geraden Linie ab. Bei insgesamt 3cm Abweichung (nur ein Bein & an der Stelle der größten Abweichung!!) ergibt sich je Minute 2,7m seitliche Bewegung des Beines, bei 100km sage und schreibe 540m !!! Nur ein Bein, wohlgemerkt. Dadurch ändert sich auch die Druckverteilung des Fußes, was zu den nicht unüblichen Beschwerdebildern brennende, schmerzende oder taube Füße führen kann.

In dieser Abbildung, ebenso wie hier, sieht man eine der häufigsten Stellen wo Sportler uns Druck/Schmerzen vermelden (rot markiert), entsteht durch die ungleichmäßige Druckverteilung. In der rechten Darstellung finden wir dann eine gleichmäßige Druckverteilung. Zurück zur Ausweichbewegung resultierend aus einer nicht vollständig geraden Stellung des Fußes, diese kann neben einer Beobachtung der Fahrbewegung und Feststellung der Ausweichbewegung natürlich auch gemessen werden. Schon ohne technische Hilfsmittel lässt sich eine erste Einschätzung treffen, ihr seht dies hier in der Ansicht von oben lässt sich deutlich sehen das die Fußflächen natürlich nicht am Lineal anliegen, sondern einwärts gedreht sind.

Dieser Winkel lässt sich mit einem speziellen Tool genau vermessen, anschließend wird auf die individuellen Bedürfnisse unter der Schuhplatte mit einem kleinen Keil (Wedge) korrigiert, den Unterschied habt ihr dann in der obigen Darstellung auf BikeFit.com schon gesehen. Hier eine Darstellung der Messung (Quelle: www.bikefit.com)

FFD


Man kann wirklich sagen, kleine Ursache große Wirkung, durch die Anwendung von einem oder mehreren Wedges kann für jeden die passende Korrektur gefunden werden. Korrekturen die zu einer veränderten Fußstellung oder Beinachsenkorrektur führen sollen werden von uns aus Prinzip niemals im Schuh ausgeführt, unserer Meinung nach sitzt ein optimaler Radschuh so das z. B. ein Kippen des Fuße im Schuh zu Folgeproblemen führen kann, Druckstellen oben auf dem Fuß wären ein Beispiel. Gegen eine unterstützende Maßeinlage ist nichts einzuwenden, eine Korrektur im Schuh sehen wir kritisch. Wie wir dann objektiv sicherstellen das wir deine Position mit der besten Kraftübertragung finden, und dir genau zeigen können was du im Vergleich zu deiner ursprünglichen Position gewinnst, oder wo sich eine für dich fahrbare Position dazwischen befindet kannst du hier nachlesen.




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